Mitgliedschaft in der Humboldt-Gesellschaft

Beim Blick in die Internetseiten der Humboldt-Gesellschaft stieß ich auf einen Info-Brief des Präsidenten Prof. em. Peter Nenniger vom Juli 2017. Besonders die Eingangsbemerkungen über die Gesellschaft, über ihre Größe und Ehrwürdigkeit, ist aufschlussreich und gleichzeitig auffordernd, das Augenmerk auf ihre Zukunftsfähigkeit zu richten.

Als Mitglied in spe möchte ich dazu gern einen Gedanken beitragen, von dem ich hoffe, dass er in den Gremien und der Mitgliederversammlung der Gesellschaft schon eine Rolle spielt. Junge Menschen sollen in die Aktivitäten der Gesellschaft ‚einbezogen‘ werden, heißt es im letzten Anstrich ihrer Ziele. Das klingt in aller Unschärfe sehr schön. Inzwischen (spätestens mit Greta Thunberg) scheint mir aber die Zukunft (der Gesellschaft) nicht zuletzt abhängig davon, wie sehr es ihr gelingt, für jene Zukunft heischenden jungen Leute wichtig zu werden, für sie zu einer Plattform zu werden, von der aus wichtige Veränderungen eingeleitet werden können, Veränderungen, mit denen eine lebenswerte Zukunft wahrscheinlich bleibt.

Für mich ist die von den jungen Leuten begonnene globale Bewegung vor allem auch deshalb so wertvoll, weil sie nicht im Namen einer Ideologie oder Egozentrik stattfindet, sondern bei jeder Gelegenheit die Wissenschaft als ihre Basis betont.

Deswegen wünsche ich mir, dass es beim ‘einbeziehen’ nicht bleibt. Mindestens in diesem Punkt sollte die Gesellschaft ihre Zielstellung neu justieren. Junge Leute als Gefolgschaft zu gewinnen, reicht wohl nicht mehr. Ob die engagierten jungen Leute etwas mit der Gesellschaft anfangen können, sollten wir sie fragen. Können wir ihre Plattform vergrößern? Können wir ihren Ansprüchen Nachdruck verleihen?