Erst ein bewusstes Sein eröffnet ihm einen Sinn. Ein ‘Sinnsein’ ist das weite Ziel. So weit entfernt. Wie eh und je. Lange war ich zufrieden, darauf aus zu sein. Worauf denn aus? Auf diese Eröffnung? Was aber bringt es wirklich hervor aus dieser Möglichkeit? Aus der Natur, meiner Natur, aus dem Sinnlos?

Tatsächlich, das ist mir inzwischen klar, ist ‘Sinnsein’ kein Kompositum, sondern ein selbständiger Begriff, umso schwerwiegender, je mehr ich bereit bin, je mutiger, Sinnfähigkeit nicht nur meinem Gehirn zuzutrauen, sondern Strukturen, in denen ich gar keine Rolle spiele. Zum Beispiel in mathematischen, die nicht nur Zustände und Vorgänge in der Welt abbilden, sondern sie womöglich auch kreieren. So gesehen ist es Unfug, einer dermaßen vielfältigen und wechselwirkenden Welt allenfalls meine eigene Wahrnehmungslust und Gestaltungskraft zuzutrauen.

Diese Einsicht mit gebotener Demut für eine eventuell bessere Aussicht zur Geltung zu bringen, sollte jeder Mühe wert sein.