momentan

Während Einsicht wächst, schwinden unsere Aussichten. Wachsende Einsicht in komplexe Zusammenhänge im LebensRaumSchiff Erde, Aussichten, die augenscheinlich geringer werden, je massenhafter und absichtsvoller wir uns darin bewegen.

Gingen wir nur behutsam genug zu Werke, nähmen wir Rücksicht und ließen Vorsicht walten, wäre eine Balance zwischen Einsicht und Aussicht möglich, und wir sollten Zukunft haben können. Doch wir vernarren uns täglich neu in unser Ego und berauschen uns, limitierter Ressourcen und Budgets durchaus bewusst, in den Augenblick, in grenzenlose Phantasien und Wachstumsraten, als gäbe es kein Morgen. So schaffen wir es ab.

So schaffen wir uns ab. Dummheit oder Dialektik, das ist hier die Frage. Wird uns der Wille, Gottesgeschenk oder triviale Mutation, letztlich zum Verhängnis, oder reifen mit ihm tatsächlich Blütenträume? Das Gehirn jedenfalls verortet uns, je nach Perspektive, an oberster Spitze, am hintersten Ende oder einfach nur an einem Abzweig im NaturGeschehen. Wenn wir nicht mehr da sind, werden wir zumindest sagen können: Wir sind dabei gewesen!