Greta Thunberg

Die Schwedin Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg (2003) war Elf, als bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Mit Acht hörte sie in der Schule das erste Mal von der von Menschen beeinflußten Erderwärmung und kam nicht mehr davon ab. Im Mai 2018 gewann sie einen Schreibwettbewerb zur Umweltpolitik. Nach den Sommerferien schwänzte sie die Schule und stellte sich mit einem Schild SCHULSTREIK FÜR DAS KLIMA vor das schwedische Parlament in Stockholm.

Darauf angesprochen, sagte sie: „Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr uns sagt. Wir tun das, was ihr tut. Und weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheisst, tue ich das auch. Mein Name ist Greta, und ich bin in der neunten Klasse. Und ich bestreike die Schule für das Klima bis zum Tag der Wahl.“ Das waren drei Wochen.

Im Dezember 2018 sprach die Sechzehnjährige auf der UN-Klimakonferenz in Katowice. Dort diagnostizierte sie: Unverantwortliches Verhalten der Politiker auf Kleinkinderniveau, bezogen auf die seit 1995 jährlichen Klimakonferenzen ohne Auswirkung auf weiter steigende Treibhausgas-Emissionen. Deswegen müsse ihre Generation die Zukunft in eigene Hände nehmen. Sie werde die Spitzenpolitiker nicht anflehen, sich um die Zukunft der jungen Generation zu kümmern, sondern ihnen klarmachen, dass es zu Änderungen komme, ob sie wollten oder nicht.

„„Was ich auf dieser Konferenz zu erreichen hoffe, ist die Erkenntnis, dass wir einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sind. Dies ist die größte Krise, in der sich die Menschheit je befunden hat. Zuerst müssen wir das erkennen und dann so schnell wie möglich etwas tun, um die Emissionen aufzuhalten. Wir müssen versuchen, zu retten, was wir noch können.“

Andernorts erklärte sie: „Ich sehe die Welt etwas anders, aus einer anderen Perspektive. Ich habe ein besonderes Interesse. Es ist üblich, dass Menschen im Autismus-Spektrum ein besonderes Interesse haben.“

Dann streikte sie weiter, jeden Freitag, statt in die Schule zu gehen. Das werde sie so lange tun, bis in ihrem Heimatland Schweden die CO2-Emissionen um 15 Prozent pro Jahr reduziert würden. Aus ihrem Tun erwuchs die inzwischen globale Kinder- und Jugendbewegung FRIDAYS FOR FUTURE. Ihr gegenüber kommen mir – im März 2019 – die verschiedenen sozialen Bewegungen der 1960er Jahre wie Kinderkram vor.