Frauen

Häufiges Thema in den Medien ist momentan die Gleichstellung der Frauen. Nicht etwa einem unerträglichen Defizit ist es geschuldet, sondern mal wieder einem Jubiläum: dem in Deutschland vor 100 Jahren gesetzlich zuerkannten Wahlrecht. Manche meinen, es wurde erkämpft. Manche meinen, die Zeit sei damals reif dafür gewesen.

Wie auch immer, Frauen sind auch nur Menschen: von Ausnahmen abgesehen, leicht manipulierbar von allen, die die Möglichkeit dazu haben: die Macht und die Mittel. Und Strukturen, für die die andere Hälfte der Menschheit seit Jahrtausenden sorgt, sie fundamentiert und gesellschaftlichen Veränderungen anpasst. Warum? Um auch gewaltlos die Oberhand zu behalten. Ihr Unrechtsbewusstsein scheint proportional zur Kultivierung der Lebensverhältnisse abhanden zu kommen. Stattdessen herrscht Verwunderung, weil doch (fast) alles nur zum Besten der Frauen geschehe, die Sortierung alltäglicher Abläufe ebenso, wie die ausgeklügelten Hierarchien.

Wie schwer veränderbar die Lage ist, mag ein scheinbar marginales Beispiel zeigen: der Sport. Welche Sportart ist nicht von Männern entwickelt worden? Mir fällt nur eine ein: die Rhythmische Sportgymnastik. Kein einziges Mannschaftsspiel wurde von Frauen kreiert oder weiterentwickelt, kein einziges Brettspiel. Der ganze sportliche Ehrgeiz der Frauen besteht nach wie vor darin, sie den Männern so ähnlich wie möglich zu betreiben.

Oder soll es auf diese Weise gelingen, die Männerwelt zu unterwandern? Die Botschaft hört‘ ich gern, allein mir fehlt der Glaube …