Greta Thunberg

Die Schwedin Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg (2003) war Elf, als bei ihr das Asperger-Syndrom diagnostiziert wurde. Mit Acht hörte sie in der Schule das erste Mal von der von Menschen beeinflußten Erderwärmung und kam nicht mehr davon ab. Im Mai 2018 gewann sie einen Schreibwettbewerb zur Umweltpolitik. Nach den Sommerferien schwänzte sie die Schule und stellte sich mit einem Schild SCHULSTREIK FÜR DAS KLIMA vor das schwedische Parlament in Stockholm. Weiterlesen

Karl Popper

Der österreichisch-britische Philosoph Karl Raimund Popper (1902-1994) hält die Zukunft für offen. In jungen Jahren imponiert ihm Albert Einstein, der seine Theorien so in die Welt setzt, als sei er gar nicht auf ihre Bestätigung aus sondern voller Neugier, wer sie ihm und wie widerlegen wird. Das  Wechselspiel von Vermutung und Widerlegung hält Popper fortan für den einzig akzeptablen Weg der Erkenntnis. Hinzu kommt die Erfahrung einer Straßenschlacht im Wien des Jahres 1919, bei der acht seiner Kameraden von der Polizei erschossen werden. Von da an bezweifelt der bis dahin vom Kommunismus beeindruckte die Berechtigung gewaltsamer Aktionen für eine Gesellschaftsutopie und gewinnt die Überzeugung, dass Geschichte weder gesetzmäßig noch planbar ist. Weiterlesen

Dorothea Wild

Die in Bern geborene und als Kind mit der Familie ins kurhessische Cassel übergesiedelte Apothekerstochter Dorothea Wild (1793-1867) gibt an einem frühlingsmilden Märzabend des Jahres 1811 im elterlichen Garten im Kreis junger Leute, zu denen auch Wilhelm und Jacob Grimm gehören, ihre Version der regional bekannten Mär von einem nichts Gutes verheißenden Männlein namens Rumpelstilz zum Besten. Ihr Vortrag ist keine Alberei, sondern eine – Anwesende eingeschlossen! – vielschichtige Anspielung auf bewegte Zeiten, in denen sich die von Wortwitz und Geistesblitz nur so sprühende kleine Gesellschaft behaupten muss. Weiterlesen

Aurelio Peccei

Der italienische Konzernmanager Aurelio Peccei (1908-1984) erlebt seine Kindheit in Turin, geprägt vom „harten Kampf ums tägliche Brot“, womit der Vater sich aber nicht begnügt und jenseits der Fabrik ein eigenes Bildungsprogramm für sich entwickelt. Beeindruckt belegt der Sohn nach der Schulzeit Kurse an der Pariser Sorbonne und reist, das ergibt sich aus Kontakten zu Emigranten, für kurze Zeit in die Sowjetunion. 1930 promoviert er als Wirtschaftswissenschaftler mit einer provokante These über Lenins Ökonomie. Er wird Angestellter bei der Firma Fiat, hat aber keine Bürokarriere im Sinn und lässt sich nach China schicken, um mit italienischen Firmen eine Flugzeugindustrie aufzubauen. Die Weltwirtschaftskrise 1929 zwingt ihn zur Rückkehr in das inzwischen faschistische Italien. Weiterlesen

Ai Weiwei

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei (1957) benennt im März 2009 den Missbrauch des Freiheitsbegriff in den westlichen Demokratien. Allen voran die USA erschaffe sich daraus eine „Superideologie“, in der Freiheit „mit den bescheidenen Gefühlen und Bedürfnissen der meisten Menschen nichts mehr zu tun [hat]“. Der globalen Finanzwelt wünscht er ein Andauern der Krise „nicht damit unsere Lebensgrundlagen weiter zerstört werden, aber damit die alten Strukturen irreparabel Schaden erleiden und etwas Bedeutungsvolles, Neues entstehen kann“. Weiterlesen